Närrischer Empfang von Stadt Dieburg und Karnevalverein

Die Dieburger Feuerwehr ist Träger der Holzisch Latern Nr. 11/39. Der Karnevalverein Dieburg hat seine höchste externe Auszeichnung an die ehrenamtlichen Retter am Rosenmontag im Rahmen des Närrischen Empfangs von Stadt und KVD in der Römerhalle überreicht.

Bis die „Holzisch“ überreicht wurde, mussten sich die etwa 300 geladenen Gäste aus Fastnacht, Politik, Wirtschaft und Kirche aber in Geduld üben. Mehr als zwei Stunden dauerte das Vorspiel aus Begrüßungen, Ehrungen und kleinen Büttenreden, ehe Stadtbrandinspektor Carsten Hammer die Hölzerne Laterne von KVD-Präsident Günter Hüttig überreicht bekam. Hammer widmete in seiner Dankesrede die Auszeichnung den etwa eine Million freiwilligen Feuerwehrleuten in Deutschland. Er schloss mit dem Motto der Feuerwehren: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Die Laudatio auf die Feuerwehr hatte der Vorjahrespreisträger, der Frankfurter Schauspieler Michael Quast gehalten. Er bezeichnete die ehrenamtlichen Feuerwehrleute als die „Helden der Nation“ und spannte den Bogen gekonnt zu „politischen Brandstiftern“ von rechts.

Die rechtsextreme Wahnsinnstat von Hanau mit insgesamt elf Toten, auf die Quast anspielte, war präsent bei der Veranstaltung, und zwar schon gleich zu Beginn, als Hüttig zu einer Gedenkminute nicht nur für die verstorbenen KVD-Mitglieder, sondern auch für die Opfer rassistischer Gewalt aufrief.

Beiträge und Grußworte kamen vom Prinzenpaar Christian I. und Jessica I., Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning (CDU), Vertretern der tschechischen Partnerstadt Mladá Boleslav, der Maikönigin Illona Pokou aus der französischen Partnerstadt Aubergenville (in bestem Deutsch), Bürgermeister Frank Haus (parteilos) Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) und Pfarrer Alexander Vogl.

Haus ging angesichts der Dieburger Finanzmisere unter die Geiselgangster, hatte jedoch wenig Erfolg damit, die Eingesperrten gegen Lösegeld einzutauschen: „De Landrat Pit, denn wolle mer nit“, hieß es etwa aus dem Kreishaus.

„Pit“ Schellhaas selbst machte keinen Hehl daraus machte, dass er sich Dieburg als neue Kreisstadt wünscht und die diskutierte Seilbahn über Groß-Zimmern hinaus zum möglichen neuen Kreishaus gehen solle.

Vogl gab sich im Vergleich zu seinen mitreißenden Vorträgen der Vorjahre bedeckt und kündigte an, nicht mehr beim Närrischen Empfang aufzutreten. Der katholische Pfarrer rief in der Römerhalle vielmehr zu einer Kollekte für die Aktion „Familie in Not“ auf. Mit Erfolg: Mehr als 1 500 Euro kamen zusammen.

Den Saal gerockt hat dagegen erneut Groß-Zimmerns Bürgermeister Achim Grimm (CDU). Sein Traum: Bei einer prächtigen Krönungsmesse im Schloss Fechenbach wird er auch Dieburger Bürgermeister, regiert die geliebten Nachbarn vom „Hauptort“ Zimmern aus und nutzt nebenbei die ungeliebten Holzpaletten des Mini-Cafés zur Verbrennung der Zimmerner Kerbbobbe ...

Eine tolle Überraschung: Der Büttenauftritt der Mainzer Fastnachtsikone Norbert Roth, im Jahr 2014 selbst Laternenträger. Höchst vergnüglich und professionell schilderte der mittlerweile 83-Jährige den Alltag eines ehrenamtlichen Feuerwehrmannes. Natürlich mit seinen Markenzeichen: rote Pappnase und zerschlissene weiße Handschuhe.

Der Närrische Empfang ist auch stets ein schöner Anlass, verdiente KVD-Mitglieder zu ehren. In diesem Jahr erhielt Heiner Kern eine Ehrenmütze. Die langjährige Bühnenaktive Bettina Steinmetz und „Mr. Fastnacht“ Heinz Modrei bekamen gar jeweils einen Ehrenbajazz. (Bericht DA - gek.)

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