1986 Jörg Pullmann

Holzig Latern (1986)
 

Jörg Pullmann - Rettung des "Mainzer Hof's"

In den Aufzeichnungen des KVD ist zu lesen:

... Im Mittelpunkt des Empfangs stand die Verleihung der "Holzig Latern" (es ist die fünfte ihrer Art) an Jörg Pullmann, dem "ein Licht aufgegangen war", als er den "Mainzer Hof" kaufte, um ihn so auszubauen, dass er wieder ein Glanzstück der Dieburger Gastronomie wurde.

 

V.l.n.r.: Robert Thomas, Jörg Pullmann, Wolfgang Dörr
   
Zum fünften Mal wird nun - wer hätt's wohl gedacht -,
die Holzig Latern gar verlieh'n.
Zum vierten Mal wurd' mir's zur Aufgab' gemacht,
dem Gästekreis zu explizier'n,
Warum und Weshalb - detailliert gar - Wer isses?
Ja - er und die Fas'nacht, die hab'n was gewisses.

Wenn ich reminisziere, wer vorher schon dran:
dann waren wir zwei Mal beim Funk.
Die beiden Herr'n hatten gar manches getan,
für Fas'nacht - gezielt - ohn'n viel Prunk.
Dazu uns're Liesel - auch Herr Stromberger isses,
der Träger der Holzig. Das is' was gewisses.

Zum ersten Mal lenken wir heuer den Schritt,
in Richtung Wirtschaft. Warum?
Wir sind halt der Meinung - wer denkt wohl so nit? -,
daß er doch sehr clever - nit dumm.
Besieht man's gar sachlich und hört gar wie isses,
dann hat doch sein Engagement was gewisses.

Der Mann kommt vom Baufach, und das auch gelernt,
vertreibt so der Skeptiker Wimmern.
Von Insidern hat er nur Lob stets geernt't.
Das stimmt halt. Auch wenn er aus Zimmern.
Doch ging er zur Schule nach Dieburg. Des isses.
Und deshalb da wurd' aus dem Bub was Gewisses.

Er blieb nicht in Hessen - für ihn war's kein Reiz,
es trieb ihn hinaus - vehement.
Über Darmstadt, Berlin - führt sein Weg in die Schweiz.
Heut steckt er im Bau-Management.
Die Schwierigkeit hier ist: Zu erkennen - wie isses!
Und wenn man's erkennt - dann bringt's was gewisses.

Warum ihm die Holzig Latern wird zuteil,
das las man schon in den Gazetten,
und Kritiker halten versteckt schon maulfeil.
Das ist Kleinstadt-Image! Woll'n wir wetten?
Doch wie er die Sache so anging, das isses,
das lässt doch den Schluss zu: Das wird was gewisses.

Denn sind wir mal ehrlich: Wir brauchen dies' Haus!
Es mangelt an Betten uns sehr.
Wer anfragt, den schicken auf's Land wir hinaus.
Und zu uns - da kommt keiner mehr!
Das heutige Angebot - leider - so isses,
ist wirklich besch...eiden! Und gar nix gewisses.

Und denkt man dann weiter und blickt in den Kreis,
dann muß man doch offen gesteh'n:
bei Zweckentfremdung - wie jeder wohl weiß,
wär' solches im Stadtkern nicht schön.
Auch deshalb, so meinen wir - bitte - so isses,
hat diese Idee bestimmt was gewisses.

Der Initiator und jetzige Boss,
kommt zwar - wie wir wissen - vom Bau.
Ich petze auch nicht, wenn ich sag': Er genoß,
gut Aßung und Trank - stets mit Frau!
Die wir auch begrüßen - mit Äla - so isses!
Ich erlaub' mir zu sagen: Sie hat was gewisses.

Er sitzt gern zusammen mit Freunden beim Bier,
liebt Autos - nach Möglichkeit schnelle -,
ist Kenner von flüssigem Obst, sagt er mir,
und auch bei Vereinen zur Stelle.
Gesagt sei's, und das ist ja auch was gewisses:
Er wohnt schon seit Jahren in Dieburg! So isses!

Wenn alles so wird wie im Kopp er es hot,
dann waren nur einmal wir hier.
Und wenn dann die Arbeiter arbeiten flott,
dann liest man nach Monaten vier,
in Zeitungen dann überall - ja, so isses:
Den Mainzer Hof gibt's wieder! Als was gewisses!

Und wenn es dann Spätherbst, der Winter vor'm Tor,
dann soll auch der Saal fertig sein.
Dann zieht KVD mit dem Sängerlust-Chor,
plus DAMC wieder ein.
Ein Biergarten westwärts dazu - geplant isses,
wenn das alles wahr wird - das wär' was gewisses.

Wir halten die Daumen und wünschen es sehr.
V'leicht wird da draus Dieburgs Gut Stubb!
Nun bitte ich einmal Herrn Pullmann hierher,
der nicht so viel Geld hat wie Krupp,
doch Mut hat er. Und auch Ideen. So isses!
Wenn das nonoriert wird, dann wird's was gewisses.

Wir sind drum der Meinung, überzeugt noch dazu,
ihm ging doch e' Licht uff! Fürwahr!
Und wer seinen Schritt überdenkt mal in Ruh',
für den ist am Ende doch klar:
Das Holzig-Latern-Licht - Äla, ja so isses,
es leuchtet in Zukunft auf ganz was gewisses!

Die Ausgabe 5 hier der Holzig Latern,
versehen mit Nummer und Schrift,
überreichen wir Ihnen, Herr Pullmann, sehr gern,
als des KVD's närrisch' Mitgift.
Wir würden usn freuen - v'leicht tun Sie's auch gern,
wenn künftig im neuen Lokal,
'nen Ehrenplatz hätte die Holzig Latern.
Das wäre doch wohl ideal.
Ihr Licht könnt' stets leuchten - ich mache kein Bluff,
würd' jedem verkünden: E' Licht ging ihm uff!
Laterne und Urkund', das ist was gewisses!
Und persönlich für Sie: Toi! Toi! Toi! Ja, das isses!

Für das Prinzenkomitee
Robert Thomas

 
 
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