1982-1984 Heinz Siebeneicher, Liesel Kähler +, Robert Stromberger +

Holzig Latern (1982, 1983 und 1984)
 

In den Aufzeichnungen des KVD ist zu lesen:

Zu seinem ersten "Laternenputzerowend" hatte der KVD in die historischen Räume des "Badhauses" eingeladen. Mit von der Partie waren der "Laternenausschuss", "Verrer Gunkes" unn soi "Bawett" und die bisherigen drei Träger der Holzig Latern Heinz Siebeneicher, Liesel Kähler und Robert Stromberger.

 

Heinz Siebeneicher, Liesel Kähler und Robert Stromberger (v.l.n.r.)
   

KVD Vorsitzender Wolfgang Dörr erinnerte an die Vorstellung, die der Vorstand im "Geburtsjahr 1982" von einer Auszeichnung mit der "Holzig Latern" hatte. Es sollten Leute geehrt werden, die sich um das Brauchtum im allgemeinen und die Mundart im besonderen verdient gemacht haben. Die Ehrung selbst sollte im feierlichen Rahmen beim "Närrischen Empfang" der Stadt am Fastnachtdienstag vorgenommen werden.

Um den Personenkreis der Auszuzeichnenden einzuengen, wurden die eigentlichen Fastnachter und die Politiker von dieser Ehre von vornherein ausgeschlossen, es sei denn, einem Politiker würde tatsächlich einmal "ein Licht aufgehen". Als sichtbares Zeichen dieser höchsten Ehre, die der Karnevalverein zu vergeben hat, entschloss man sich für die "Holzig Latern", das Sinnbild der Fastnacht neben dem Bajazz.

So wurde erstmals Heinz Zipperer, besser bekannt als Rundfunkmoderator Heinz Siebeneicher, diese Ehrung 1982 zuteil. Als Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz für "unsere Sache".

Im darauffolgenden Jahr erhielt die allseits für ihren Humor bekannte und für das fastnachtliche Brauchtum im Rahmen der DRK-Seniorentreffs stark engagierte Liesel Kähler diese Auszeichnung.

Dritter im Bunde der "Laternenträger" wurde in diesem Jahr der Theater- und Filmbuchautor und Regisseur Robert Stromberger. Ihm ist ein "Licht uffgegange" als er dafür sorgte, dass der hiesige Raum Schauplatz der Fernsehserie "Diese Drombuschs" war und eventuell nochmals wird. Weiterhin bewies er bei der Mitwirkung der Theaterstücke "Der Datterich" und "Der fröhliche Weinberg" seine Verbundenheit zur Mundart.

Um bei den "Laternenträgern" nicht den Eindruck des "vergessen sein" entstehen zu lassen und um die Laternen für die neue Saison auf Hochglanz zu bringen, wurde zu diesem Abend eingeladen, so der Vorsitzende Dörr. Ein "Bekenntnis" legte Robert Stromberger mit seinem Gedicht ab ,Ich war im Leben stets zufrieden', das darin endete ,Drum soll's so bleiben, wir hab´ns gern, Hauptsach´ich hab' die Latern'.

Zu seinem großen Bedauern sei er kein Dieburger, aber "die Lampe hochhalten" werde er trotzdem gerne, meinte Heinz Siebeneicher in seinem Dankeschön.

"Ich krih langsam Mut unn ach wirrer Kraft, unn dess hodd mer nur moi Ladernche geschafft", so hieß es in einem Gedichtchen, das Liesel Kähler als Dank für die hohe Auszeichnung zum besten gab. Im Refrain trugen "Verrer Gunkes unn soi Bawett" (Monika Dambier-Blank und Karlheinz Braun) ein Hoch auf die "Holzig Latern“, die Fassnacht und den Mundart-Brauch vor.

Natürlich mussten die "Laternenträger" auch am Abend noch "es Ladernche" putzen, was mittels eines extra servierten "Reinigungsbestecks" vorgenommen wurde.

 
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