2005 Dr. Markus Merk

Holzig Latern (2005)
 

KVD verleiht die Holzig Latern an Dr. Markus Merk

In der Kampagne 2005 wird der Fußballschiedsrichter Dr. Markus Merk aus Otterbach bei Kaiserslautern vom Dieburger Karnevalverein mit der „Holzig Latern" ausgezeichnet. Die „Holzig Latern" erhält er für seinen Einsatz für Gerechtigkeit im Fußball und vor allem für das soziale Engagement in seinem eigenen Projekt für Kinder und alte Menschen in Indien.

Bereits mit 12 Jahren erzielte Markus Merk als jüngster Schiedsrichter Deutschlands die Aufmerksamkeit, die ihm heute als national und international anerkanntem Referee zukommt. Der Fußballbegeisterte Junge, dessen Elternhaus unweit des Kaiserslauterer Betzenbergs stand, bewunderte schon früh die Männer in schwarz, die den Mut aufbrachten, ein Fußballspiel zu leiten. So wuchs in ihm schon in sehr jungen Jahren der Wunsch heran, ebenfalls Schiedsrichter zu werden.

Heute ist er einer der besten Schiedsrichter, die unser Land hervorgebracht hat. Seit 1988 ist er in der ersten Bundesliga als Schiedsrichter im Einsatz. 1993 leitete er das DFB-Pokalendspiel. Im Jahr 1992 wurde er FIFA-Schiedsrichter. Zu A-Länderspielen kam er bereits 34 mal, zu Europapokalspielen 55 mal zum Einsatz. Bis heute hat er an zwei Europameisterschaften (2000 Niederlande/Belgien und 2004 in Portugal), einer Weltmeisterschaft (2002 Korea/Japan) und den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona als Spielleiter teilgenommen.

Auch zu hochrangigen Endspielen wurde er in der Vergangenheit wiederholt berufen. So leitete er 1997 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger zwischen Paris St. Germain und dem FC Barcelona. Im Jahr 2003 das Endspiel der Champions League zwischen Juventus Turin und dem AC Mailand sowie im vergangenen Jahr das Endspiel der Europameisterschaft zwischen Portugal und Griechenland.

Als „DFB-Schiedsrichter des Jahres" wurde Herr Dr. Merk bereits fünf mal ausgezeichnet. Erst vor wenigen Wochen ist Dr. Markus Merk zum weltbesten Fußballschiedsrichter des Jahres 2004 gewählt worden.

Wenn er auch als Schiedsrichter seine Autorität zum Ausdruck bringen muss, so ist er außerhalb dieser Tätigkeit immer ein Mensch geblieben, der mit seinem sympathischen Auftreten schnell Freunde gewinnen kann.

Herr Dr. Merk hat sich nicht nur als Fußballschiedsrichter einen hervorragenden Namen gemacht. In den 80er Jahren begann er mit Rucksacktouren in Indien, aus denen seine heutigen Tätigkeiten in einem Entwicklungshilfeprojekt der besonderen Art hervorgingen. Er betreut dieses Projekt seit mehr als zehn Jahren gemeinsam mit seiner Frau Birgit.

Das Herzstück des Projektes ist das Kinderdorf Sogospatty. In diesem Kinderdorf und der weiteren Umgebung hat er mit seinem Verein, der Indienhilfe Kaiserslautern e.V., bereits Schulen und Waisenhäuser gebaut. Auch Kindergärten und ein Altenheim wurden mit seiner Unterstützung möglich.

Das Geld, das Dr. Markus Merk als Fußballschiedsrichter verdient, fließt in dieses Indien-Projekt bzw. in den von ihm ausschließlich zu diesem Zweck gegründeten Verein. Mindestens einmal im Jahr ist er selbst in Indien, wo er sich vom Fortgang seines Engagements persönlich informiert. Damit aber nicht genug. Während seiner Indien-Aufenthalte behandelt der im Alltag als Zahnarzt tätige Dr. Markus Merk die Kinder und alte Menschen, die sich aus finanziellen Gründen nie in zahnärztliche Behandlung begeben könnten.

Ansporn für sein fortwährendes Engagement sind die Erlebnisse, die er bei seinen Einsätzen immer wieder hat. So sagte er auch einmal: „Das Strahlen der Kinderaugen ist so eine tolle Motivation, dass du über ein Weitermachen gar nicht nachdenken musst."

Im Wartezimmer seiner Zahnarztpraxis kann man auf Bildern sehen, wie sich seine Aufgabe in Indien im Laufe der Zeit entwickelt hat. Sein dortiger Einsatz wird auch von vielen anderen Schiedsrichtern, Fußballspielern und Funktionären unterstützt.

Schon als Kind verspürte er den Wunsch, Menschen in der dritten Welt zu helfen. Nicht nur mit Geldspenden, sondern vielmehr mit persönlichem Einsatz. Diesen Wunsch hat sich Dr. Markus Merk mit seinem Verein und seinen Reisen nach Indien in beeindruckender Weise erfüllt.

Aufgrund dieses unermüdlichen Einsatzes verleiht der Karnevalverein Dieburg Herrn Dr. Markus Merk im Jahre 2005 die Holzisch Latern und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg!

Für das Prinzenkomitee

Friedel Enders

 
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